Francfort écrit ses histoires.BETA

Die Rückkehr einer Keltin

Die meisten Geschichten beginnen am chronologischen Anfang, doch meine muss mit einem aufrichtigen Dank an die Stadt Frankfurt am Main beginnen – für all die lebenswichtigen Erfahrungen und Facetten des Lebens hier als Ausländerin, als Ehefrau eines äußerst beschäftigten und etablierten Frankfurter, als hingebungsvolle Mutter von sechs Kindern in einer „Patchwork“-Familie, als Tante, als aktives Mitglied der Gesellschaft, als Mitbegründerin von „Frankfurter Brücken“, als veröffentlichte freiberufliche Übersetzerin und als Liebhaberin der literarischen Sprache – all das und noch viel mehr durfte ich hier in den letzten 45 Jahren erleben. Erfahrungen wie die Auseinandersetzung mit dem Waldorfpädagogik-System der Anthroposophie, das Lesen der Werke vieler großartiger deutscher Denker und Dichter, der Erwerb meines deutschen Jagdscheins, obwohl ich längst Vegetarierin geworden bin, ausgiebige internationale Reisen, Begegnungen mit bedeutenden, historisch relevanten Persönlichkeiten der Zeit und das Kennenlernen verschiedener Kulturen, während ich in die vielfältigen kulturellen Einrichtungen Frankfurts am Main eintauchte, sowie das Verstehen und Akzeptieren unterschiedlicher Perspektiven und vor allem das Erlangen von Selbsterkenntnis und schließlich die Erlangung finanzieller und emotionaler Unabhängigkeit. Jede dieser Lebensphasen könnte Kapitel eines Buches füllen. Es gab auch sehr schwierige Jahre, in denen ich mich ernsthaft fragte, ob ich mit dem unerbittlichen Schmerz und Leid fertig werden könnte, ohne mich dabei völlig zu verlieren. Glücklicherweise bin ich mit einem unerschütterlichen, unerschütterlichen Glauben an das Göttliche gesegnet, von dem ich weiß, dass es in jedem von uns wohnt, und daher siegt immer die Schönheit des Lebens. Ja, mein Leben hier in Frankfurt am Main war zutiefst erfüllend und sehr facettenreich. Ich bin auch eine dankbare „Ama“ – Großmutter – von dreizehn wunderbaren Enkelkindern. Das jüngste wurde gerade letzten Samstag in Sachsenhausen getauft. Danke, Frankfurt am Main! Du bist mein Zuhause, seit ich am 9. September 1981 meine große Familie in Amerika verlassen habe! Ich habe keltische Wurzeln, also bin ich in gewisser Weise zu meinen angestammten Ursprüngen zurückgekehrt. Ich freue mich darauf, meine Geschichte am Freitag bei deinem „Frankfurtschreibt“-Workshop glücklich fortzusetzen.