Frankfurt writes its Stories.BETA

Mahmoud, ein Geflüchteter aus dem Irak möchte mit seiner Geschichte ein Bewusstsein schaffen für die Situation Geflüchteter.

22.10.2025

Ich heiße Mahmoud bin 35 Jahre alt und bin aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet ich möchte meine Geschichte erzählen, um Bewusstsein zu schaffen für die Situation, in der ich mich mit meine Familie befinde. Ich möchte über wichtige Ereignisse in meinem Leben berichten.
Schon in meiner Kindheit habe ich unter meinem Vater gelitten. Es gab Konflikte mit meiner Mutter. Er hat meiner Mutter verboten, mich als Baby zu stillen. durfte mich nicht stillen. Er hat mich immer geschlagen und gequält. 2004 hat er mich von der Schule genommen. 2005 ging ich nach dem Fall von Saddam Hussein mit meinem älteren Bruder nach Syrien. Die Amerikaner marschierten in den Irak ein. Wenn mein Vater ein Probleme hatte, z.B. mit meiner Mutter, musste ich immer in den Irak zurückkehren. Ich hatte keine Wahl.
2007 wurde mein Bruder Salim von der irakischen Regierung inhaftiert. Ich habe sehr gelitten, weil ich meinen Bruder liebe. Ich war sehr glücklich, als mein Bruder nach 6 Monaten wieder freikam. Anschließend haben die Amerikaner ihn gefangen genommen.
Es gab aber keinen in meiner Familie, der mit der Regierung im Irak etwas zu tun gehabt hätte. Mein Bruder arbeitete als Automechaniker, hatte eine Firma, war selbstständig. Regierung gearbeitet hätte.
Wir waren Brüder Arbeiteten zusammen. Wir waren 7 Brüder. Salim ist der älteste. Ich hatte noch einen Bruder, Ahmed, er starb an Krebs. Ich bin der Mittlere der Brüder. Als mein Bruder aus der amerikanischen Gefangenschaft kam, gingen wir wieder nach Syrien. Der Rest der Familie zog von Mossul in einen kleinen Ort nach Kurdistan. 2010 wurde die Situation in Syrien schwierig. Wir, ich und mein Bruder und seine Familie, sind also zurück in den Irak. Wir wollten eigentlich nicht zurück in den Irak. Am 20. Juli 2010 haben meine Frau und ich geheiratet. Ich habe sie geliebt sie war 16 Jahre alt.
Mein Vater hat mich gezwungen sie zu heiraten, obwohl sie noch so jung war. Alle sind immer glücklich wenn sie heiraten, bei uns gab es immer Probleme. Andere machten mit ihren Familien große Feiern. Wir hatten keine. Mein Vater macht aus allem ein Problem. Ich bin traumatisiert von meinem Vater. Wer hat ein problematisches Bild der Frau. Mein Vater ist noch im Irak, er hat nichts zu tun. Er wird von anderen versorgt die bringen ihm zu essen, und vor allem die Frauen lässt er für sich arbeiten, um das Essen zubereiten. Er behandelt sie wie Sklavinnen. Er schlägt sie auch. Ich behandle meine Frau mit Respekt, aber in meiner Familie ist das nicht so, die Männer schreien immer, erteilen ihren Frauen Befehle, sind aggressiv.
In 2014 wurde mein Bruder vom IS bedroht. Sie wollten ihn kidnappen und erpressen, sie wollten sein Geld. Mein Bruder ist wohlhabend.
Der IS wollte Geld von meinem Bruder, die schiitische irakische Regierung wollte auch Geld von ihm. Alle wollten sein Geld. Wenn man das ablehnt, töten sie einen. Sie haben meinen Bruder bedroht. Einen von ihnen habe ich mit dem Auto angefahren es war ein Einzelner, der meinen Bruder mit einem Gewehr bedroht hat. Ich konnte Aufgrund des Vorfalls nicht bleiben. Ich flüchtete nach Erbil. Es war eine Woche oder 10 Tage der IS marschierte in Mossul ein und übernahmen die Kontrolle über die Stadt.
Meine Frau wurde zu der Zeit schwanger mit Nabaa.
Ich musste weg und bat meinen Bruder, mir meine Familie, meine Frau und meinen Sohn, Er war 3 Jahre alt, meine schwangere Frau zu schicken.
Daraufhin hat mein Vater meiner Frau meinen Sohn weggenommen und mir gedroht nicht zu flüchten, nach Amerika oder wohin auch immer. Er wollte mich zwingen, zurückzukommen.
Ich ließ Pässe machen, für mich einen gefälschten, und für meine Frau und Nabaa, meine Tochter, die damals zweieinhalb Monate warten also ein Baby. Meinen Sohn musste ich dort lassen.
Wir gingen in die Türkei und blieben dort von 2014 bis 2020.
Die irakische Regierung meldete, dass Mossul wieder sicher wäre, dass sie den IS aus der Stadt vertrieben hat, dass wir zurückkommen könnten. Und so gingen wir zurück in den Irak. Als sie wieder zurück waren, wurde ich vom Skier gefangen genommen. Ich wurde verhaftet nur weil mein Sohn Bakr hieß. Bakr Ist ein sunnitischer Name und deswegen von Schiiten nicht akzeptiert es wurde als Zeichen gedeutet, dass ich gegen die Schiiten bin. Eigentlich spielt jetzt keine Rolle ob du Sunnit oder Schiit oder Kurde bist es geht eigentlich nur um Geld, besonders in Mossul. Ich ging also ins Gefängnis, wurde gefoltert und geschlagen. Ich habe als Video aufgezeichnet, wie es dort zuging.
Mein Bruder gab Ihnen 20.000 $ um mich frei zu bekommen. Sie haben auch sein Auto genommen. Ich kann also aus dem Gefängnis und wollte ein neues Leben aufbauen. Das war natürlich nicht einfach und vor allem meine Frau war bei ihrer Familie und nicht bei mir. Ich habe ein neues Geschäft begonnen ein Kaffee mit einem Spielsalon für junge Leute. Ich habe wieder von 0 angefangen. Als ich das neue Business gestartet hatte, war ich immer nur arbeiten oder zuhause habe ich nicht gewagt irgendwo anders hinzugehen. Als mein Vater erfuhr, dass sich ein neues Geschäft aufgemacht hatte und Geld verdiente, begann er wieder Probleme zu machen. Als sie erfahren hatten, dass ich wieder Geld verdiente Stahl mein Vater und 2 meiner Brüder mir Geld. Shia nahm Kontakt zu mir auf und wollte mir jeden Monat 25% meine Einnahmen. Als ich sie fragte warum ich Ihnen das Geld geben solle sagten sie nur Sie werden die Regierung. Ich habe abgelehnt Ihnen das Geld zu geben.
Dann hat mich ein Freund kontaktiert, der mir sagte, dass sie heute Nacht zu meinem Haus kommen würden. Ich ging dann wieder nach Erbil. Sie haben zweimal versucht, meine Tochter zu kidnappen. Sie wollten Geld. Sie sagten Sie würden meine Tochter kidnappen und wenn er Ihnen Geld brächte, würden Sie ihn töten, einfach wegen der Religion weil ich Sunnit bin, das ist immer in ihrem Bewusstsein. Sunniten sind für sie Verbrecher.
Ich war in Erbil, meine Familie war immer noch in Mossul und so schaltete ich einen Rechtsanwalt ein, um meine Familie zu mir zu bringen. Mein Vater lehnte das ab. Er wollte mich zurück nicht weil ich sein Sohn bin und nicht weil er mich liebte sondern nur wegen des Geldes. Er nahm die Ausweise meines Sohnes und meiner Tochter, in meinen Ausweis hat die Regierung geschrieben, dass ich nicht reisen dürfte. Sobald ich den Rechtsanwalt mir neue Reisepässe für meine Familie meine Frau, meinen Sohn und meine Tochter zu beschaffen. Sie könnte alle nachbekommen. Erbil hat eine eigene Regierung. Die Regierung in Mossul hat keine Macht in Erbil. Ich erhielt einen gefälschten iranischen Pass. Ich habe 6 Monate gearbeitet, um meiner Frau und meiner Familie Pässe zu besorgen. Es hat mich 10.000 $ gekostet, meine Familie in die Türkei zu bringen. Beide Länder Kurdistan und die Türkei haben 10.000 Dollar verlangt. Das war 2024.
Wir waren sehr glücklich, in der Türkei zu sein. Wir blieben 35 Tage, bis unsere Papiere fertig waren. Da war ein Fluchthelfer der uns half. In der Türkei konnten wir nicht bleiben dort sind wir auf Rassismus getroffen und die Kinder konnten nicht zur Schule die meisten Türken sind gute Menschen aber eben nicht alle. Es gibt ein Abkommen zwischen der Türkei und dem Irak. Das Leben in der Türkei ist teuer und schwierig.
Ich habe nicht daran gedacht In der Türkei zu bleiben. Ich wollte nicht mehr in einem solchen Land leben mit einer islamischen Regierung. Ich hatte eine Vereinbarung mit einem Mann, der uns für 42.000 Dollar nach Deutschland bringen wollte. Von Erbil nach Deutschland kostete uns insgesamt 65.000 Dollar.
Als ich in Deutschland ankam, hatte ich nur zehn Dollar.
Ich ließ im Irak viel Geld zurück, etwa fünfmal so viel wie ich für die Flucht nach Deutschland bezahlt habe.
Ich habe meine Familie gebeten mir Geld von meinem Geld zu schicken, doch die Familie hat es abgelehnt. Sie können über mein Geld verfügen. Ich traue nur meinen Bruder Salim. Mein Bruder hat auch mein Auto übernommen.
Ich kam in Gießen an. Im Irak konnte ich mir nie sicher sein, ich musste immer auf der Hut sein. Hier in Deutschland fühlte ich mich sicher und frei. Ich bin viel zu Fuß gelaufen und kam viel herum und dann war ich sehr enttäuscht, weil ich in Darmstadt mein Antrag, hier bleiben zu können von den Behörden abgelehnt wurde. Das ist mein Status im Moment ich habe jetzt einen Rechtsanwalt.
Selbst hier habe ich Probleme mit Menschen aus dem Irak bekommen, die mich verfolgten. Sie waren sogar hier im Gebäude. Sie sagten, wenn du nicht zurückgehst , töten wir deinen Vater. Sie wollen mich zwingen, in den Irak zurückzukehren. Ich leide seit fünf Monaten unter dieser Bedrohung. Sie drohen mich umzubringen. Ich ging wieder in die Klinik.